Schneiderballen, tailors bunion (verdickter Kleinzehenballen)

Wie an der Großzehe, so kann es auch am 5. Mittelfußstrahl zu einer knöchernen Fehlstellung mit Ausbildung einer schmerzhaften Schwiele kommen, die im Schuh drückt. Der verdickte Kleinzehenballen wird auch Schneiderballen genannt, weil früher die Schneider mit gekreuzten Beinen ihre Arbeit durchführten und durch diese stundenlange Haltung einen hohen Druck auf das fünfte Mittelfußköpfchen ausübten. Meistens sind die betroffenen Patienten weiblich und haben einen Spreizfuß. Der Druck auf das Mittelfußköpfchen wird durch das Tragen von engem Schuhwerk bedingt und führt häufig zu schmerzhaften Hornhautschwielen. Die Form der Fehlstellung entscheidet über die Operationsmethode, wenn konservative Maßnahmen zu keiner Beschwerdelinderung führen. Als konservative Maßnahmen eignen sich das Tragen von weitem, weichem Schuhwerk und eine Polsterung des fünften Mittelfußköpfchens.

Ziel der operativen Therapie ist die Korrektur der knöchernen Fehlstellung und Schmerzfreiheit durch Druckentlastung am äußeren Fußrand. Die Korrektur des Schneiderballens erfolgt je nach Fehlstellung durch eine mittelfußköpfchennahe Chevron Osteotomie, durch eine Umstellungsosteotomie im Schaftbereich oder an der Basis des fünften Mittelfußknochens.

Die Nachbehandlung erfolgt unter Fersenvollbelastung und Vorfußteilbelastung im Therapieschuh mit starrer Sohle für 6 Wochen.

 
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